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Rock’n’Roll Fieber - Lesung mit Randy Rich

Rock’n’Roll Fieber war der Titel meines ersten Songs, den ich im Alter von 15 Jahren schrieb. Ich besaß noch nicht einmal eine Gitarre, versuchte aber der Konzertgitarre von meinem Kumpel Wassilly Melodien zu entlocken, wann immer ich ihn besuchte. Da ich damals besser Russisch als Englisch sprach, verfasste ich den Text in meiner Muttersprache.

Am Samstag ist das Leben nicht mehr so grau
Warum das weiß jeder ganz genau
Der Saal ist schon gerammelt voll
Denn gleich geht es los mit Rock’n’Roll

So lautete die erste Strophe. Genauso wünschten wir es uns für jedes Wochenende. Wir hatten nichts anderes als Rock’n’Roll und Fünfziger Jahre im Kopf. Wir wollten so aussehen, tanzen und klingen wie Elvis. Auf den im Osten damals zahlreichen Sperrmüllhaufen suchten wir nach Radios, Lampen, Möbel und Plattenspieler für unser Zuhause. Wir kauften uns einen 311er Wartburg von 1958 und waren „Kings Of The Road“.
Unsere Eltern und Lehrer dachten, wir würden nur eine pubertäre Phase durchleben, die bald wieder zu Ende sein würde.
Sie konnten nicht ahnen, dass uns das Rock’n’Roll Fieber gepackt hatte, das uns in ganz kurzer Zeit verrückt machen sollte, und welches wir nie wieder losgeworden sind.
Die Phase dauert jetzt schon 25 Jahre an. Wir sind immer noch verrückt nach dem Beat der 50er Jahre, genauso wie viele unserer Freunde, die es auch erwischt hat. Sie werden sich in einigen Geschichten dieses Buches wiedererkennen.

Alle noch nicht infizierten Leute seien gewarnt. Eine Ansteckung durch das Lesen dieses Buches kann nicht ganz ausgeschlossen werden.

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